Ein Seelenbesuch 

(meine erlebte Geschichte)


Vor Jahren, als ich noch nicht Reiki praktizierte, erlebte ich diese Geschichte auf der Insel Rügen.
Mein Mann und ich waren vom Ostseestrand :) unterwegs zurück zum Parkplatz. Etwa fünfzehn bis zwanzig Meter vor uns, lief ein Mann mit Rucksack und seinem Schäferhund, den er an der Leine führte.
Immer wieder sah sich der Hund nach uns um. Nach einer Weile musste ich lachen „ Das gibt es doch nicht, der schaut sich ständig nach uns um. Wahrscheinlich ist ihm nicht geheuer, das wir immer hinter ihm laufen.“ meinte ich. Mein Mann antwortete mir jedoch „Ich habe mich mit ihm übers Reiki verbunden und ihn gebeten sich nach mir umzusehen.“

„Was ? Das gibt es doch nicht !“ gab ich ihm zur Antwort, und war sichtlich erstaunt.
„Das muss ich auch mal probieren !“ sagte ich und bat den Hund darum, wenn er meine Bitte hört, sich auch nach mir umzusehen, das er aber, dies in die andere Richtung tun solle. Denn schließlich wollte ich ja sicher gehen, das er sich nach mir umschaute.

„Bin gespannt, ob ich das auch hinbekomme.“ sagte ich lächelnd  ;)  und in diesem Moment schaute sich der Schäferhund um und wirklich, er drehte dieses Mal seinen Kopf zur anderen Seite nach uns um . Ich war happy !
„Er hat mich verstanden, er hat mich verstanden.“ trällerte ich meinem Mann in seine Ohren. „ Und ich habe kein Reiki“ ergänzte ich noch freudvoll.
Ich war so im Freudentaumel ! Aber ich bedankte mich gedanklich bei ihm, dass er meinem Wunsch nach kam, und lies ihn in meinem unbekümmerten Tun noch wissen, das ich mich freuen würde, wenn er mich mal in meinen Träumen besuchen würde.





Wir waren am Parkplatz angekommen, stiegen ins Auto und fuhren zum Ferienhaus. Nach dem wir den Abend noch am naturbelassenen Osteestrand verbracht hatten, gingen wir dann irgendwann zu Bett.
Wir hatten ein ganzes Haus für uns und das Schlafzimmer befand sich in der oberen Etage, dorthin führte eine recht steile Treppe.

Als ich so im wegschlummern war, kamen plötzlich zwei Augen, diese beide an je einer grünen Sprungfeder angebracht waren auf mich zu. Die Sprungfedern tanzten und die Augen waren so riesig und weit aufgerissen und es schien, als ob sie nicht mehr bremsen könnten und in mich, mit vollem Tempo rasen wollten.

Schreck !!!!!! Ich schrie wie um mein Leben und nach dem ich die Augen nicht mehr sah, aber mich im Bett sitzend wahrnahm, fragte dann auch mein Mann besorgt nach, was los war. Nun erzählte ich ihm, was ich zuvor gesehen hatte.
Keiner von uns konnte sich einen Reim darauf machen, was das gewesen sein sollte. Ich spinnte mir so einiges zusammen, von wegen, großes Meer, Spiritualität, irgendwelche Götter, gar die von den Winkingern einst, das war doch alles hier oben im Norden und durch das Meer erreicht einen hier vieles schneller, wer weiß was ich hätte, nicht machen sollen, vielleicht hatte ich was angestellt und nun kam die Strafe, und und und.
 

Ich war so aufgekratzt und erzählte und erzählte und bemerkte irgendwann, dass meine bessere Hälfte schon fast am einschlafen war.  „Wer weiß was das war?“ dachte ich so und kündigte aber an, wenn ich in der Nacht auf Toilette müsste, dass mein Mann mich dann begleiten muss, denn diese befand sich im Erdgeschoß gleich neben der Eingangstür. "Hörst duuuuu" sprach ich in sein Ohr und vernahm brummend so etwas wie "Hmmmm mach mich wach". Das beruhigte mich etwas, und ich hoffte, das er das dann auch noch wissen würde, wenn es denn dazu käme. Denn mich darf niemand wecken, es könnte dann gut sein es fallen weniger schöne Blicke.
Und wie es Gott wollte, kam es auch so, ich wurde wieder wach und musste auf Toilette. Also machte ich meinen Göttergatten munter und er kam meinem Wunsch nach. Viel zu viel Angst hatte ich um da allein runter zu gehen. Da ich bei der Treppe aufpassen musste, das sie so steil nach unten ging, wurde ich immer munterer und meine Gedanken immer fitter. Also kam es mir in den Sinn, wenn es doch eine Strafe sein sollte, so könnte sie mich ja überall ereilen, sogar auf der Toilette. :(    Aber ich entschied mich während des
Hinuntersteigends doch dafür, das mein Mann seinen Posten vor der Toilettentür einnehmen sollte.
Und alles war gut, schließlich kamen wir beide wieder gut nach oben .
Am nächsten Morgen jedoch, lies mir der Schrecken der Nacht natürlich keine Ruhe und so bemühte ich meine Karten. Diese hatte ich immer dabei, wenn es in den Urlaub ging .
Eine nach der anderen zog ich zu meinen Fragen und so konnte ich erfahren, das es sich um eine Energie aus der Zwischenwelt handelte. Also eine Seele die in einem Körper wohnte.
Als ich weiter fragte, kam die Antwort, das ich diese Seele kennen würde.
Es dauerte nicht allzu lang bis ich des Rätsels Lösung hatte.
Es war die Seele des Schäferhundes, den wir am Vortag gesehen hatten. „Hast du dich nicht wieder von der Seele getrennt?“ fragte mein Mann. „Wieso getrennt?“ gab ich ihm vorwurfsvoll zurück. „Wenn du eine Verbindung energetisch herstellst, so musst du sie am Ende auch wieder trennen“ belehrte er mich. „Aber ich hatte doch gar nicht mit Reiki gearbeitet“ erinnerte ich ihn „Ich habe doch nur so mit der Seele gesprochen."
 

Auf jeden Fall nahm ich mir damals seine Worte zu Herzen und stellte noch einmal, einfach so, eine energetische Verbindung zu dem Schäferhund her. Ich bedankte mich bei der Seele des Hundes :), dass sie mich im Traum besuchen kam und bat um Entschuldigung, dass ich so erschrocken war, denn ich hätte mir dies anders vorgestellt. Doch ich hatte mich gefreut, und bat nun meine Seele die energetische Verbindung wieder zu schließen und zu beenden.

Viel später, als ich mich mal wieder daran erinnerte, nahm ich noch mal Kontakt zu dieser Seele auf, denn es beschäftigte mich noch eine Frage. Aus meinen Karten entnahm ich damals, das ich diese Seele kennen würde, doch ich bin gar nicht weiter darauf eingegangen. Wie selbstverständlich, nahm ich an, es war die Seele des Hundes und diese kannte ich ja vom Vortag. Doch dann auf einmal, als ich mir dies alles noch mal durch mein Köpfchen gehen lies, kam mir der Gedanke, die Seele selbst noch mal zu fragen, ob ich sie schon länger kannte. Dieses bejahte sie, und in diesem Moment kam mir der Name Yavo entgegen. Ich lächelte.

Yavo war der zweite Schäferhund meiner Eltern und seine Seele bat mich damals um Hilfe, und ich fühlte sie sagen, dass er sehr krank sei. Ich fühlte schon die Seelen sprechen, doch ich wusste nicht wie ich helfen konnte. Er hatte ein böses Augenleiden und wurde blind, trotz Augentropfen. Da ich damals noch kein Reiki praktizierte, bat ich die Engel Yavo zu helfen. Natürlich bekam er von mir immer viel Streicheleinheiten, wenn ich bei ihm war und ich glaubte das half ihm. Nach ein paar Jahren dann, als er schon alt war und auch an den Hüften Probleme hatte, gab der Tierarzt zu verstehen, dass es für den Hund besser wär, wenn er gehen dürfte. Dieser Tag war ganz schlimm, obwohl er ja von seinen Leiden erlöst wurde.

Im Nachhinein war ich noch verblüfft, wie diese Seele sich mir zeigte. Die Augen und die Sprungfedern, nun machte der Besuch in dieser Form, Sinn für mich, und das sie meinem Wunsch nach kam , sich nach mir umzuschauen und das sie meiner Einladung folgte, nahm ich als Belohnung für meine Unterstützung in ihrem alten Leben.

Als ich es nach oben abgab, fühlte ich sie sagen, " Nein, das war die Belohnung für deine Liebe." 

Und nun kullern ein paar Tränchen über mein Gesicht ... vor Freude.


M.Jana Goeritz