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Ansichtssache



"Eine Träne ist eine Träne, nur das Gefühl entscheidet."

Als ich eine sehr junge Frau war, sagte mir meine Mutter einmal "Wenn deine Beziehung auseinander geht, und du keine Schuld daran trägst, musst du nicht weinen. Hast du aber Schuld an der Trennung, oder hast du versäumt alles im richtigen Rahmen zu geben, um an der Beziehung zu arbeiten und sie ist deshalb zerbrochen, dann hast du einen Grund zum Weinen."

Ich kann mich gar nicht mehr so richtig daran erinnern, ob mir ihre Worte damals Hilfe waren, mitten in meinem schlimmsten Liebeskummer, der mit zittern und Weinkrämpfen einherging. Später ab und an, erinnerte ich mich an die Worte meiner Mutter, dann wenn eine Trennung anstand, und ich weinte sehr selten. Oft war ich diejenige, welche gesprächsbereit war und offen für eine positivere Veränderung in einer Beziehung. Viel später noch, fühlte ich, dass mitunter keine von beiden an einer Trennung Schuld haben könnte. Weil jeder Mensch halt anders tickt. Manchmal langt es eben kaum mehr zum Lieben und einer möchte sich weiterentwickeln und der andere eben nicht oder nie, wie auch immer. Manchmal war es womöglich auch so vorgesehen, das zwei nur ein Stück ihres Weges zusammen gehen können. Und finden sich zwei die gern zusammen gehen, dann fließen, wo möglich auch Tränen, doch nur vor lauter Glück. So zum Beispiel bei meiner Trauung, ich weinte damals vor Glück bei der Zeremonie. Die Tränen sprudelten aus mir heraus, weil ich mein Glück kaum fassen konnte. Erst später habe ich diese Tränen genießen können. 

So glaube ich, das es mehrerlei Tränenvergießen gibt. Einmal, wenn man sehr traurig ist und sich vielleicht enttäuscht, gar betrogen fühlt. Ist mir auch schon so ergangen, da ärgerte ich mich dann über mich Selbst, das ich so getäuscht wurde, weil ich anscheinend nicht sehen, nicht fühlen mochte, was mit mir geschah. Und dann die Tränen, die man auch genießen darf.  Ist man durch irgendetwas getrennt vom anderen, kommt vielleicht auch eine Träne ans Licht, weil man sich gerade verlassen fühlt und den anderen gern bei sich hätte? Dieser Träne müsste man sich dann ganz bewusst zuwenden, denn der andere ist ja bald wieder zurück und man darf sich wieder im Arm halten. Der Gedanke, das Gefühl, wie glücklich man doch gemeinsam ist, zaubert schnell wieder ein Lachen ins Gesicht. Früher hätte ich dies nie so gefühlt, Träne war für mich Träne, sei denn ich weinte sie vor lauter Lachen.

Und dann gibt es ja noch die, ich nenne sie, falsche Tränen. Tränen, die mancher irgendwo herholt, um nur seine Gefühle durchzudrücken. Mitunter klappt dies, wenn das Gegenüber schwächer ist, dann wird eingelenkt und das eigene Gefühl zurückgestellt. Dies heißt für mich jedoch, das gar keine Liebe gelebt würde. Denn Manipulation oder fehlende Selbstliebe haben mit Liebe keineswegs etwas gemein, eher etwas von Macht in falscher Manier unterwegs. Und dies kann nie gut gehen, wenn man auch zusammen bleiben würde aus lauter Vertrautheit, weil es schon oft so war, glücklich würde man wohl nicht, so glaube ich.

Aber vor lauter Tränen, möchte ich die Tränen keineswegs vergessen zu erwähnen, die auch ich vor lauter Lachen weinen kann. Das ist schön! Das ist mir auch schon oft passiert, selbst beim Autofahren und auch als ich mit dem Fahrrad unterwegs war. Doch wenn ich dann so weinen muss vor lauter Lachen, fühlt es sich bei mir so an, als ob mein Körper das viele Lachen nicht bewältigen könnte und die freudige Energie muss dann zum Mund und den Füßen heraus, so das ich mit den Beinen schnell auf der Stelle treten muss, als ob ich einen Sprint hinlegen möchte und eine Art Urschrei holt mich ein und ich beglücke mein Umfeld damit. Lachen kann also für mich ein Ganzkörper Erlebnis mit totaler Hingabe sein. So habe ich die einstigen Worte meiner Mutter für alle Beziehungen in meinem Leben mehr oder weniger angewandt, keineswegs nur in meinen Partnerschaften. Fazit: Durch Arbeit mit sich selbst zu Harmonie finden.




"Jeder Mensch erlebt das Wunder Erde. Jeden Tag, in jedem Augenblick, zu jeder Zeit." Ansichtssache? Nein, ich glaube eine Einstellungssache.


"Farbe"



Da wo ich mich zu Hause fühle, halten meine starken Wurzeln mich.
Staunst du über meine Kraft?
Schaue ich zur Sonne auf, empfange ich ihre warmen Strahlen auf meiner Haut.
Machst du es mir nach?
Rage ich weit in den Himmel und schau mir die Sterne an.
Glaubst du, so etwas hast du noch nie gesehen?
Erblühe ich in meinen Farben, trägst du dein Lachen für Jedermann?
Sitzt du in meinem Schatten, weißt du doch ein paar Schritte weiter, schon wird es anders sein!
Lehntest schon an meiner Haut. Fandest du zur Ruhe?
Nimmst du mich auch von weitem nur wahr, entzückt dein Gefühl.
Es liegt immer nur an dir, wie dein Weg verläuft, ganz gleich, wo ich auch bin, oder sein werde.
Ich wünsche dir die Liebe, die dich groß und wahr sein lässt.
Die Liebe, die dich immer trägt in deinem Leben!
Ich wünsche dir das Gefühl der Liebe, welchem du gern zuhörst und dem du gern und wahr erzählst.
Und sollte ich dich irgendwann einmal wieder von weitem wahrnehmen wollen, dann würde ich mir wünschen, ein gutes Gefühl fühlen zu dürfen, sodass ich spüre, du bist Harmonie.



"Blühende Natur oder Tisch und Stühle?"


Ist es Ansichtssache,  was wir auf dem Foto sehen, oder auch wahrnehmen? Einer sieht einen Tisch und zwei leere Stühle und ein anderer nimmt die blühende Natur vielleicht eher wahr. Wieder ein anderer beides. Unser Augenmerk legt sich auf das, was wir wohl sehen möchten.  Ich sehe blühende Natur, blauer Himmel und einen wunderschönen Blumenstrauß. Ich sehe einen weißen Tisch und zwei leere Stühle, die auf mich einladend wirken. Gern würde ich dort sitzen und ein Gegenüber haben. Eines mit Humor und das viel zu erzählen hätte. Da fällt mir gerade ein, ich hatte einmal ein sehr komisches, seltsames, oder auch kurioses Gespräch mit einer meiner Nichten, vor vielen Jahren. Sie hatte doch tatsächlich das Gespräch aufgezeichnet, um mir danach mitteilen zu können, das ich mehr Worte, als sie gesprochen hatte. Ich bin aber manchmal wohl auch ein böses Mädchen. Ich fühle gerade die Wärme unter dem blauen Himmel und eine Wasserflasche zischen. Hm, ich mag aber lieber stilles Wasser, ach was heute werde ich das Gegenüber mal gernhaben ;)  ach und ich sehe und nehme natürlich wahr, diese unnatürliche Blütenkante. Vielleicht ein Überbleibsel aus dem Winter? So von wegen Schneezaun? Wäre schon interessant zu wissen, was sich dahinter verbirgt? Oder? Also auf dem Stuhl würde es mich dann doch keineswegs so lange halten!



Wandelt sich schwarz-weiß in Farbe, dann vielleicht so?


         Hexenkugel                        Pflanzendrache                     Herbstwind

               



Schwarz - weiß oder vielleicht doch lieber in Farbe?

Wie wir sehen können, habe ich an den Farbfilm gedacht.
Doch hatte ich auch einen schwarz-weißen Film dabei. ;)
Fotos in Farbe oder schwarz-weiß, Ansichtssache? Ja, vielleicht. Aber ganz sicher eine Gefühlssache.
Schaue ich mir diese Fotos an, sprechen beide Varianten mit meinem Gefühl, wenn auch ganz unterschiedlich.